Ding:Thaumatrop

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Foto
Thaumatrop Rahmen 1.jpg
flattr.png
Basisdaten
Status funktionstüchtig
Schöpfer ChrisH (Diskussion)


Beschreibung

Das Thaumatrop ist ein Spielzeug aus dem Bereich der Optik, bei dem typischerweise eine Holzscheibe auf beiden Seiten bemalt ist. Durch schnelle Drehung der Scheibe findet eine Überlagerung der beiden Bilder statt, so dass sich ein neues, kombiniertes Bild ergibt. Dazu ist die Scheibe entweder an zwei Schnüren (horizontale Achse) oder an einem Stab (vertikale Achse) befestigt. Ziel dieses Projekts ist es, statt einer Scheibe einen einfachen Bilderrahmen an einem Holzstab zu befestigen, so dass die Motive schnell ausgewechselt werden können.

Materialliste

  • Holz- oder MDF-platte 4mm
  • Rundholz 5mm Durchmesser, ca. 13cm lang
  • Holzleim
  • schwarze Farbe (Lack, Acrylfarbe, o.ä.)

Tipps & Tricks

  • Beim Streichen empfiehlt es sich, ein passendes Stück Papier in den Schlitz des Rahmens zu stecken, damit dieser nicht durch die Farbe blockiert wird. Nach dem Streichen (vor dem Trocknen) muss das Papier wieder entfernt werden.
  • Für das Erstellen der Motive, egal ob mit Edding oder per Drucker, empfiehlt sich die Verwendung eines etwas dickeren Papiers. Alternativ kann man das Papier auch falten, so dass man zwei Lagen erhält.

Arbeitsschritte

  • Rahmenteile mit dem Lasercutter ausschneiden. Dabei werden auch die Aussparungen für das Papier graviert.
  • Nachschleifen der Rahmenteile. Die Gravurflächen sollten noch etwas bearbeitet werden (vorsichtig, damit die Seitenränder des Rahmens nicht beschädigt werden). Auch muss die Papierzuführung der Rahmenteile (oben und unten) schräg oder rund abgeschliffen werden.
  • Verleimen der Rahmenteile zu einem Rahmen
  • Bohrung an der Nase des Rahmens für das Rundholz erstellen
  • Rundholz auf ca.15cm (je nach eigener Vorliebe) kürzen
  • Rundholz und Rahmen zusammen stecken und verleimen
  • Streichen des Thaumatroprahmens

Pläne

Für die Erstellung eigener Thaumatrop-Motive von Hand eignen sich folgende Vordrucke:

Die Vordrucke enthalten nur leere Kästchen in der richtigen Größe für den Thaumatrop-Rahmen, die man selbst mit Edding o.ö. befüllen kann. Für den doppelseitigen Druck empfiehlt sich daher auf jeden Fall dickeres statt dem normalen Druck- bzw. Kopierpapier zu verwenden, damit die Motive nicht durchscheinen. Bei der einseitigen Vorlage können dagegen zwei benachbarte Kästchen bemalt und nach dem Ausschneiden einfach gefaltet werden. Probiert einfach aus, was für Euch am besten funktioniert.

Und für die ganz Ungeduldigen hier noch eine Seite mit fertigen Motiven zum ausprobieren (nicht alle funktionieren, aber das müsst Ihr selbst herausfinden):

Log

Erster Tag

Mit dem Lasercutter wurden die zwei benötigten Rahmenteile aus einer 4mm MDF-Platte ausgeschnitten. Gleichzeitig wurde auch die Aussparung graviert, in die später das Papier mit den Motiven gesteckt werden soll.

Zweiter Tag

Bevor die Rahmenteile verleimt werden können, müssen zunächst die gravierten Flächen noch vorsichtig weiter abgeschliffen werden, ohne den Rest der Rahmenteile zu beschädigen. Danach sollten auch die oberen Kanten schräg oder rund abgeschliffen werden, damit sich später das Papier mit den Motiven leichter einführen lässt. Danach können die Rahmenteile mit den gravierten Flächen zueinander verleimt werden. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass möglichst wenig Leim verwendet wird, damit der Leim nicht die Führung, die durch die gravierten Flächen gebildet wird, verklebt.

Dritter Tag

Nachdem der Leim getrocknet ist, muss in der Nase des Rahmens mittig (so genau wie möglich) eine Bohrung mit 5mm Durchmesser erstellt werden, damit dort das Rundholz angebracht werden kann. Von der Unterkante der Nase bis zur Führung für das Papier sind es nur 7,5mm, so dass die Bohrung maximal 6mm tief sein sollte. Da die Bohrung genau zwischen den beiden verleimten Holzteilen angesetzt werden muss, empfiehlt es sich, die Nase durch eine Schraubzwinge zusätzlich so zu fixieren, dass die Leimverbindung durch die Belastung des Bohrens nicht zu Schaden kommt.

Das Rundholz wird anschließend ca. auf 13cm Länge geschnitten (nur als Richtwert, die Länge kann an die eigene Präferenz angepasst werden). Die Bohrung bzw. ein Ende des Rundholzes wird dann mit Holzleim bestrichen und das Rundholz in die Bohrung gesteckt. Dabei ist darauf zu achten, dass das Rundholz möglichst von allen Seiten senkrecht in dem Bohrloch steckt.

Sobald der Leim getrocknet ist, kann der Thaumatroprahmen schwarz gestrichen werden. Dazu wird ein passendes Stück Papier in den Rahmen gesteckt, um zu verhindern, dass die Farbe den Schlitz und die Führungen verklebt. Nach dem Streichen kann das Papier entfernt werden und die Farbe kann trocknen.

Als Ergebnis erhält man den fertigen Thaumatroprahmen: